Die Jury würdigte vor allem Heins Kunst, die beiden deutschen Staaten im Rahmen eines Schelmenromans gekonnt in ein satirisches Licht zu tauchen, ohne je in unreflektierte Stereotypen zu verfallen. Die Roman-Komödie um Grischas großen Haschisch-Deal entwickle, so die Jury, einen beträchtlichen erzählerischen Sog: „Die mit scheinbar leichter Hand dargebotene Geschichte führt zu politischen Turbulenzen auf höchster Ebene und ermöglicht es dem Autor, seinen phantastischen, durchaus neben der Spur angesiedelten Plot auf historische Ereignisse und Figuren zu projizieren. Das ergibt ein beträchtliches Lesevergnügen, das zudem ausgesprochen erhellend ist. Hein zeigt wie kaum ein anderer, dass die deutsche Literatur zu Witz, Komik und Humor in der Lage ist – was auf diesem Niveau äußerst selten vorkommt.“