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Simplicissimushaus

Simplicissimus-Haus

Das Simplicissimus-Haus ist ein Museum zur Rezeptionsgeschichte der Werke von Johann Jakob Christoph von Grimmelshausen. Es werden u.a. Exponate von Max Klinger, Ernst Barlach, Claus Arnold sowie Udo Claaßen gezeigt.
Das Simplicissimus-Haus befindet sich direkt neben dem Renchener Rathaus. 
Träger des Simplicissimus-Hauses ist der Verein “Grimmelshausen-Freunde” mit Sitz in Renchen. 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.simplicissimushaus.de

Ein virtueller Rundgang durch das Simplicissimushaus finden sie hier:
durch das Erdgeschoss und durch das Obergeschoss

Grimmelshausenbrunnen "Jäger von Soest"

Brunnen mit Statue "Jäger von Soest"

 

Entlang der Hauptstraße setzen sich drei Brunnen mit dem Simplicissimus-Roman auseinander.
Vor dem Rathaus erinnert das von dem italienischen Bildhauer Giacomo Manzù (1908-1991) geschaffene und 1977 eingeweihte Brunnendenkmal an die Episode  aus Grimmelshausens Hauptwerk "Der Abenteuerlichen Simplicissimus". Gestiftet wurde der Brunnen von Sentor Dr. Franz Burda, Ehrenbürger von Renchen.

 

 

Mummelseebrunnen

Mummelseebrunnen

am 27. Juni 1992 wurde in Renchen an der Ecke Eisenbahnstraße/Hauptstraße ein weiteres Grimmelshausen-Denkmal eingeweiht. Der Mummelseebrunnen ist eine abstrakte Auseinandersetzung mit dem Mummelseethema in Grimmelshausens "Abenteuerlichem Simplicissimus Teutsch" 
Der Mummelsee-Brunnen wurde von dem Künstlerpaar Marion Schmidt und Benedikt Forster  geschaffen. Die Keramikteile wurden in der Staatlichen Majolika in Karlsruhe gebrannt. 

Der an der Schwarzwaldhochstraße gelegene und heute touristisch geprägte Mummelsee war im 17. Jahrhundert sagenumwoben und nur schwer zu erreichen. Grimmelshausens Romanheld wandert dennoch an den mystischen Ort, wirft Steine in den See, die ein Gewitter auslösen, und lernt geheimnisvolle Wassermännlein kennen.

Fabeltierbrunnen

Fabeltierbrunnen

Der Fabeltierbrunnen bezieht sich auf das Titelkupfer des "Simplicissimus", das ein Tierwesen mit Satyrkopf, Frauenleib, Männerarm, Fischschwanz, Flügeln, einem Enten- und einem Kuhfuß abbildet.
Geschaffen wurde die Figurengruppe von dem Künstler Ernemann Sander aus Königswinter und der Stadt gestiftet von Dieter Dickmann.

Der Brunnen wurde im Zuge der Stadtkernsanierung 1992 errichtet.

Grimmelshausendenkmal

Grimmelshausendenkmal

Einen geschichtsträchtigen Hintergrund hat das Grimmelshausen-Denkmal bei der katholischen Pfarrkirche . Es sollte ursprünglich in Rastatt als Mahnmal für die während der Revolution von 1848/49 erschossenen Aufständischen errichtet werden. Nachdem der badische Staat jedoch die Aufstellung nicht genehmigte, kam der Stein auf Vermittlung des Renchener Bürgersohns und Revolutionärs Amand Goegg (1820-1897) nach Renchen, wurde zum Grimmelshausen-Denkmal umgearbeitet und 1879 enthüllt. Bereits drei Jahre zuvor war in Renchen auf Anregung des Tübinger Germanisten Adelbert von Keller (1812-1887) und des Schriftstellers Joseph Victor von Scheffel (1826-1886) feierlich des 200. Todestages von Grimmelshausen gedacht worden. In seiner Grußadresse zur 200-Jahrfeier schrieb Scheffel nach Renchen: „Der heutige Festgruß wird wohlthuend in seine Gruft hinabklingen; wenn er ihn erwiedern dürfte, würde er vielleicht sagen: ‚Ihr habts gut im neuen deutschen Reich, bleibt in Einigkeit, Bildung u. Tapferkeit dessen würdig, bis der letzte Simplicissimus auf Nimmerwiederkehr verschwunden ist!’“
Zur Einweihung des Denkmals reimte Scheffel: „Das Denkmal glänzt und sagt uns klar: / Der alte Grimmelshausen war / Ein feiner Geist in grober Zeit, / Ein tapfer Herz bei heißem Streit, / Ein fester Mann, kein Männchen, / Ein Stadtschultheiß von Renchen. / Glück auf! was heute Ihr vollbracht, / Ihm und der Heimath Ehre macht!“
Die Verse auf dem Denkmal selbst stammen von dem Lahrer Bankier, Landtagsabgeordneten und Schriftsteller Christian Friedrich Geßler (1844-1891). Für die Errichtung des Gedenksteins hatte sich gemeinsam mit Geßler auch Ludwig Eichrodt (1827-1892) engagiert, bekannt durch seine Humoresken und als Miterfinder der Figur des Gottlieb Biedermeier, Namensgeber der gleichnamigen Epochenbezeichnung.

Gedenkstein an der Grabstelle Grimmelshausens

Grabstelle Grimmelshausen

Am 17. August 1676 starb der Renchener Schultheiß und größte Barockdichter des 17. Jahrhunderts. Er wurde auf dem ehemaligen Kirchhof, nördlich der Kirche beigesetzt.

An der Stelle, an der sich laut mündlicher Überlieferung das Grab Grimmelshausens befunden haben soll,wurde am 17. November 2010 ein Gedenkstein eingeweiht. 

Katholische Kirche Renchen

Kath. Kirche in Renchen

Erbaut wurde die Hallenkirche 1816/17 nach Plänen von Friedrich Weinbrenner (1766-1826), geweiht wurde die Kirche Hl. Kreuz am 19. Oktober 1817.

Ab 1800 entwickelte Friedrich Weinbrenner als Baudirektor des Großherzogtums Baden einen klassizistischen Stil, den nach ihm benannten Weinbrennerstil, welches das Stadtbild von Karlsruhe prägte. 

(Von Weinbrenner stammen u.a. Kirchen und öffentliche Gebäude in Karlsruhe, das Kurhaus in Baden-Baden, die Kirchen in Renchen und Heitersheim.) Geweiht wurde die Kirche Hl. Kreuz am 19. Oktober 1817.

Virtueller Rundgang durch die Katholische Kirche

Grimmelshausenpark mit Wasserturm

Grimmelshausenpark
Wasserturm

Der erhöht liegende, mit Freilichtbühne und gepflegter Gartenlandschaft gestaltete Stadtgarten und der angrenzende Wasserturm zeigen das großzügige Panorama der darunterliegenden Rheinebene, erlauben einen Blick auf die Vogesen und an besonders klaren Tagen sogar auf das Straßburger Münster.

1228 wurde dort das Schloss als Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Straßburg errichtet. Das fürstbischöfliche Renchener Schloss wurde in der Neujahrsnacht am 1. Januar 1641, durch den französischen Obristen von Rosen niedergebrannt. Ein Augenzeuge berichtete, dass er am Neujahrstag sogar von der nahen Ullenburg den Feuerschein und die Rauchwolken des brennenden Schlosses erblicken konnte. 

Blick zum Wasserturm